Geschichte von Freibädern und Badekulturen

Tags: Baden Badesaison Freizeit Schwimmbad

Plitsch & Platsch- Badesaison


Strahlende Sonne, kaltes Wasser in türkisblauen Becken, der Geruch von Sonnenschutzmittel, bunte Frotteeflecken auf Liegewiesen, Menschen dicht an dicht, Ferienlaune: Das ist Sommer im Freibad.
Schwimmbäder gibt es erst seit etwa 150 Jahren, doch die Ursprünge der Schwimmbadkultur reichen etwa 4500 Jahre zurück. Die ersten größeren Badehäuser wurden etwa 2500 v. Chr. in Indien und Ägypten erwähnt. Die Wissenschaft nimmt an, dass damals rituelle Waschungen und Hygiene im Mittelpunkt standen, was die Menschen jedoch keineswegs am Spaßbaden hinderte. Auch im Islam und Judentum ging man für rituelle Waschungen ins Bad. Bei den Griechen der Antike und später bei den Römern wurde das Baden dann öffentlich. Ein ausgeklügeltes System ermöglichte warmes Wasser, in das Männer und Frauen getrennt stiegen. Sie ließen sich in den öffentlichen Badehäusern unter anderem von Rheuma und Gicht behandeln.

Mit dem Untergang des Römischen Reiches geriet das Badevergnügen in Vergessenheit. Im Mittelalter lebte die Badekultur wieder auf, allerdings mehr unter dem gesundheitlichen Aspekt: Vor Krankheiten wie Pest und Cholera versuchte man sich mit einem reinigenden Bad zu schützen. Im Rokoko war baden verpönt. Puder statt Wasser war angesagt. Mit dem medizinischen Fortschritt im Laufe der Jahrhunderte gewann der gesundheitliche Vorteil eines Bades wieder an Bedeutung. Es dauerte jedoch noch bis die ersten Kurbäder in Europa entstanden, in denen neben dem gesundheitlichen auch der gesellige Aspekt des Badens wichtig war. Die Kraft des Meeres für Körper und Geist nutzte man im 18. Jahrhundert und gründete vor allem in England, Frankreich und Deutschland zahlreiche Seebäder. Der Badetourismus kam ins Rollen.

[/caption]

Die ersten Schwimmbäder im heutigen Sinne entstanden Mitte des 19. Jahrhunderts in England. Damals wurden Volksbäder und Badeanstalten für die Arbeiter eingerichtet. In Deutschland begann die Schwimmbadsaison in Magdeburg, denn dort wurde 1860 die erste öffentliche Badeanstalt mit einem Schwimmbecken eröffnet.

Allerdings war das Badevergnügen für Männer im wahrsten Sinne des Wortes leichter als für Frauen. Zunächst streng nach Geschlecht getrennt, konnten die Männer nackt oder in Unterhose ins Wasser gehen, während die Frauen mit regelrechten Badekleidern und Strümpfen zu kämpfen hatten. Oft zog diese moralische, züchtige Bademode die Mädchen und Frauen in die Tiefe, weil sie einfach zu schwer war. Später durften die Frauen etwas mehr Bein zeigen und die Männer trugen Badehosen oder Badeanzüge. Als die Geschlechtertrennung beim öffentlichen Baden und im Schwimmbad aufgehoben wurde, konnten die Frauen im kurzen Einteiler ins Wasser gehen.

Möglich wurde das durch die australische Show-Schwimmerin Annette Kellermann. Kellermann wurde 1907 wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses angezeigt, weil sie einen solchen Einteiler bei ihren Auftritten trug. Sie setzte sich bei Gericht durch und erkämpfte letztlich für alle Frauen eine ungefährlichere und zweckmäßigere Schwimmkleidung. Fast ebenso wie anfangs der Badeanzug wurde nach dem Zweiten Weltkrieg der Bikini verteufelt. Auch bei den Männer wurden die Badehosen knapper. Allerdings war und ist die Bademode der Männer nie so von Moraldiskussionen begleitet wie die der Damen.

Freibad oder Baggersee  – Die Wasserqualität ist entscheidend

(dtd). Egal ob glasklares Schwimmbadwasser oder naturtrübes Fluss-, See- oder Meereswasser: Bakterien können hier wie dort das Wasser verunreinigt haben. Deshalb werden Schwimmbäder und natürliche Badestellen immer wieder von Gesundheitsämtern überprüft. Klares Wasser ist keine Garantie für sauberes Wasser, ebenso wie trübes Wasser nicht zwangsläufig verunreinigt sein muss.

Besondere Vorsicht und Rücksicht gegenüber sich selbst und anderen sollte man walten lassen, wenn Schwimmbäder und Badegewässer sehr gut besucht sind. (Foto: djd/Manzke DGfnB)

Sommer und Wasser das gehört zusammen: Wie hier in Heiligenhafen am Strand genießen Groß und Klein das Sommerwetter. In den Städten zieht es viele in die Schwimmbäder. (Foto: djd/Heiligenhafen Touristik)

Wassermänner und Badenixen können in Deutschland unter 2.263 Badegewässer ihren Favoriten wählen. Europaweit liegt die Bundesrepublik an der Spitze was die Anzahl der Binnenbadegewässer betrifft, denn 27 Prozent aller europäischen Badegewässer im Inland sind in Deutschland, Frankreich folgt mit 20 Prozent. Dagegen führt Italien mit 34 Prozent die Länder mit den meisten Küstenbadegewässern an, Deutschlands Badestrände machen nur drei Prozent von denen in Europa aus. 

Für das Baden in deutschen Seen, Flüssen und Meeren gilt: Die Badegewässer sind besonders sauber. Das ergab eine aktuelle Untersuchung der Europäischen Umweltagentur zur Wasserqualität europäische Badegewässer in der Badesaison 2008. 98,7 Prozent der deutschen Küstengewässer (EU insgesamt: 96 Prozent) und 98,3 Prozent der deutschen Binnengewässer an Flüssen und Seen (92 Prozent EU-weit) erfüllen die europäische Qualitätsanforderungen.

Dennoch gibt es vereinzelt Badeverbote auf Grund der Wasserqualität, die man unbedingt beachten sollte, um seine eigene Gesundheit nicht zu gefährden. Regelmäßig informieren zuständige Gesundheitsämter und Umweltbehörden über den Zustand und die Wasserqualität der natürlichen Badestellen in ihrem Landkreis. Darüberhinaus stellen die einzelnen Bundesländer Informationen im Internet bereit.

Obwohl natürliche Badewässer regelmäßig überwacht werden, sollte man immer aufmerksam ins Wasser gehen und die Badestellen beobachten. Beispielsweise können sehr viele Wasservögel das Wasser mit ihren Fäkalien verschmutzen. Vielerorts wachsen die Populationen durch das Füttern der Tiere rasant an. Verschmutzungen und Schadstoffe gelangen auch besonders nach starken Regenfällen mit dem Oberflächenabfluss in die Badegewässer. Deshalb sollte man gegebenenfalls das Baden nach starkem Regen vermeiden, bis die natürliche Selbstreinigung eingesetzt hat. Weitere Informationen gibt es unter anderem beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unter www.bmu.de.

Der Traum vom eigenen Pool – Wichtige Punkte bei der Planung

(dtd). Der Traum vom eigenen Pool im Garten lässt sich in vielen Varianten erfüllen. Traditionelle Swimmingpools mit chemischer Wasseraufbereitung, Pools mit biologischer Wasseraufbereitung oder Schwimmteiche – Auswahl und Ausführung sind groß. Es gibt auch Swimmingpools im Selbstbausatz. Bevor jedoch der erste Spatenstich erfolgt, sollten sich künftige Poolbesitzer darüber erkundigen, ob eine Baugenehmigung beantragt werden muss oder nicht. Dies ist in den Bauordnungen der einzelnen Bundesländer geregelt und hängt unter anderem von der Größe des Pools ab.

Wichtige Punkte bei der Planung sollten auch die Folgekosten beziehungsweise Unterhaltskosten sowie die Wartungsfreundlichkeit sein. Herkömmliche Swimmingpools benötigen Chemikalien, meist Chlor, zur Wasseraufbereitung, was bedeutet, dass immer wieder Kosten für den Unterhalt entstehen. Auch bei einer Poolheizung fallen bei konventionellen Systemen immer wieder Kosten an.

Schwimmbecken auf biologischer Basis haben oft ein spezielles Filter- und Pumpensystem, dass die chemische Wasseraufbereitung überflüssig macht. Energiekosten können beispielsweise durch den Einsatz von Solartechnik gesenkt werden. Diese biologische Poolvariante ist bei den Bauherren immer beliebter, nicht zuletzt wegen des umweltfreundlichen Aspekts.

Eine weitere Möglichkeit, dem Badevergnügen im eigenen Garten zu frönen, ist ein Schwimm- oder Badeteich. Diese Möglichkeit kommt der Naturgewässer sehr nahe. Denn so ein Badeteich sieht aus und funktioniert wie ein natürliches Badegewässer. Pflanzen und Mikroorganismen übernehmen die Reinigung des Wassers. Entsprechend ist das Wasser auch nicht immer glasklar, sondern hat einen naturtrüben Charakter, obwohl die Wasserqualität stimmt. Allerdings ist der Platzbedarf eines Badeteichs größer als bei einem Pool mit Standardmaßen.

Trendy Outfit für den Schwimmbadbesuch,  Weniger knapp und mehr umweltbewusst

(dtd).Die Bademode 2010 ist vielseitig und hält für jede Figur aufsehenerregende Designs bereit. Bei den Badeanzügen sind asymmetrische Schnitte und Drucke angesagt, die etwas von den Körperproportionen ablenken. Die Bikinis haben wieder einen breiteren Bund und keine zu knappen Oberteile mehr. Die Monokinis überraschen durch raffinierte Applikationen und Verbindungen zwischen Oberteil und Höschen. Die Farben sind bunt, die Muster zum Teil etwas verrückt. Zu den Accessoires des Sommers zählen unter anderem breite Hüte, große Sonnenbrillen.

Die Bademode für Männer sieht in diesem Jahr etwas anders aus als in den Jahren zuvor: Wer in der Badesaison 2010 als modischer Mann punkten will, lässt seine lässigen Surferhosen oder engen Speedos heuer lieber im Schrank. Angesagt sind stattdessen elegante, schmale Shorts in bunten Farben, kariert oder gestreift, durchaus auch verspielt, mit lustigen Schriftzügen oder auch Comics.

In Sachen Bademode setzen einige Hersteller wie etwa Olympia auch auf Umweltbewusstsein. Mit der Produktlinie Greenbay hat das Label weltweit die erste nachhaltige Bademodenkollektion für Frauen und Männer auf den Markt gebracht, die aus recycelten PET-Flaschen besteht. Zur neuen Produktlinie gehört ebenfalls Strandmode aus Bambusfaserviskose, die 100 Prozent biologisch abbaubar und UV absorbierend ist sowie eine antibakterielle Wirkung haben soll.

Wenn’s eng wird,  Verhaltenstipps fürs Schwimmbad

(dtd).An heißen Tagen sind die Schwimmbäder besonders voll. Lange Warteschlangen an den Kassen, kaum ein freies Plätzchen mehr auf der Liegewiese und kaum Bewegungsfreiheit in den Schwimmbecken stellen das langersehnte Sommergefühl nach einem heißen Arbeitstag auf eine harte Probe.

Ruhig bleiben und erstmal durchatmen. Auch in dieser Situation gelten natürlich die allgemeingültigen Baderegeln, voll ständig nachzulesen unter anderem bei der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (www.dlrg.de) oder bei der Wasserwacht (www.wasserwacht-online.de): Sauberkeit ist an solchen Tagen besonders wichtig, um die Wasserqualität zu erhalten und dadurch Krankheiten zu vermeiden. Deswegen duschen und auf die Toilette gehen.

Urlaubsfeeling für jeden Tag bringt ein Schwimmbecken im eigenen Garten. (Foto: djd/D&W-Pool)

[/caption]

Badelatschen anlassen, wenn man im Schwimmbad unterwegs ist: Die Gefahr einer Ansteckung mit Fußpilz wächst erst recht, wenn viele Menschen im Schwimmbad sind. Nicht im Bereich von Sprungtürmen oder Startblöcken schwimmen oder tauchen, da hier die Gefahr besteht, dass einem buchstäblich jemand auf den Kopf springt und man schwer verletzt wird.

Die Ausrutschgefahr vergrößert sich in einem vollen Schwimmbad natürlich, weil der Boden nicht so schnell abtrocknet. Deswegen langsam gehen und nicht rennen, vor allem am Beckenrand.
Rücksicht und Vorsicht im Wasserbereich ist an solchen Tagen unerlässlich, um bei sich und anderen Verletzungen zu vermeiden.



10.07.2010 - Suchwörter: , , ,
 Quelle: dtd



Letzte Artikel

Kategorien