Radtouren – Der Trend zum aktiven Urlaub auf zwei Reifen hält an

Tags: Fahrradtouren Mountainbiken Radtouren Trekking

Mit eigener Kraft um die ganze Welt


Der Radtourismus erfreut sich steigender Beliebtheit. Das beweisen die Ergebnisse der aktuellen Radreiseanalyse des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Ihr zufolge stieg 2009 die Zahl der Übernachtungen entlang von deutschen Radfernwegen, während sie landesweit insgesamt zurückging. Reizvolle Landschaften mit eigener Muskelkraft hautnah entdecken – diese Art der Aktivreise wurde vor einigen Jahrzehnten vom Durchschnittsurlauber noch skeptisch beäugt. Heutzutage buhlen zahlreiche Regionen und Spezialveranstalter um die Gunst der stetig wachsenden Gruppe von Radurlaubern. War das Fahrrad lange das Verkehrsmittel derjenigen, die sich kein Auto leisten konnten, ist es heute Ausdruck einer ökologisch bewussten und gesunden – und damit voll im Trend liegenden – Lebensweise. Eine im vergangenen Jahr veröffentlichte Grundlagenstudie des Deutschen Tourismusverbands (DTV) zum Fahrradtourismus beweist, dass Radler beleibe keine Sparfüchse sind. Im Gegenteil: Sie sind eine anspruchsvolle touristische Zielgruppe, die jährliche Bruttoumsätze von rund 9,16 Milliarden Euro generiert.

Vom “Schnellfuß“ zum Bike

Die Erfolgsgeschichte des Fahrrads beginnt im 19. Jahrhundert mit den ersten von menschlicher Muskelkraft angetriebenen, einspurigen Zweirädern. Nach einigen Vorläufern entstand um 1865 das Veloziped (vom französischen vélocipède = “Schnellfuß“). Auf dieser, einem Fahrrad schon recht ähnlichen Konstruktion bewegten sich waghalsige Individualisten noch mittels Kurbelantrieb am Vorderrad vorwärts. Es folgten Weiterentwicklungen wie das Hochrad und später niedrigere Exemplare mit Kettengetriebe, Luftreifen und Stahlrahmen, die weniger akrobatisches Geschick verlangten. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde das Fahrrad zum massentauglichen – weil günstigen – Verkehrsmittel und erst in den vergangenen Jahren zum beliebten Fortbewegungsmittel im Alltag und für den Urlaub. Inzwischen gibt es für jeden Radlertyp das passende Zweirad: City-, Trekking- und Mountainbikes sowie Renn- und Liegeräder und neuerdings auch vermehrt Elektrofahrräder. 

Wer mit einem Radreiseveranstalter auf den Sattel steigt, radelt unbeschwert durch Deutschland, Europa und die Welt. (Foto: djd/PEDALO)

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Grenzenloses Radelvergnügen

Ob mit Aussicht auf Berge oder Küste, ob in Seenlandschaften oder entlang von Flüssen – das eigene Land ist beliebt bei deutschen Radurlaubern. Laut ADFC waren sie auch 2009 wieder besonders gern auf dem Elbe-Radweg unterwegs. Die Spitzenplätze unter den beliebtesten Radel-Regionen belegten Bayern, Franken und Mecklenburg-Vorpommern. Der Trend zum Urlaub vor der Haustür macht sich auch bei der Wahl der Radziele im Ausland bemerkbar: Grenzüberschreitende Touren führten Pedalritter laut ADFC am häufigsten auf den österreichischen Donauradweg, die Via Claudia Augusta von Donauwörth bis Venedig und den Südtiroler Etschradweg. In den Katalogen der zahlreichen Radreiseveranstalter finden sich alle diese Nahzielen, aber auch Destinationen von Schottland bis nach Mallorca sowie in Übersee. Neben den klassischen Strecken-, Rund- oder Sternfahrten werden auch kombinierte Rad- und Schiffreisen in Holland, an der Donau oder in der Ägäis angeboten.



24.03.2010 - Suchwörter: , , ,
 Quelle: dtd



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