Vom 1. bis zum 6. Februar 2012 präsentiert die Spielwarenmesse Nürnberg wieder aktuelle Spielwaren. Auch neue Gesellschaftsspiele werden zu sehen sein. Schließlich ist das Spielen in jeder Altersklasse eine tolle Möglichkeit, sich Abwechslung, Spannung und Spaß ins Haus zu holen. Doch die Bedürfnisse sind je nach Altersklasse der Spieler sehr unterschiedlich. Oft sind die Angaben auf den Verpackungskartons der Spiele eine Hilfe. Doch Informationen wie “von 6 bis 88 Jahren” helfen nicht unbedingt weiter. Der erfahrene Spieler weiß, dass dieses Versprechen in den seltensten Fällen eingelöst wird. Denn oft wird es den Erwachsenen eigentlich zu langweilig und sie spielen nur den Kids zuliebe mit. Doch darauf reagieren Kinder so sensibel wie Seismografen und haben dann häufig selbst keine Lust mehr darauf, ihr Spiel mit den Eltern und Großeltern zu spielen. Beim Kauf eines Spieles sollte man daher das Spiel so genau wie möglich versuchen einzuschätzen und dabei immer im Hinterkopf haben, mit wem man es spielen möchte. Wer dabei einfühlsam vorgeht, der berücksichtigt nicht nur das Alter, sondern auch den Charakter seiner Mitspieler.
Spielen ist für manche aber auch eine Sache der Gewohnheit. Das gilt besonders für ältere Menschen. Und wer seit Jahren mit Monopoly, Malefiz und Mensch-ärgere-dich-nicht Spaß hat, muss auch nicht unbedingt umlernen. Viel wichtiger sind motivierte Mitspieler. Eine schöne Alternative sind die Spieleklassiker sowieso. Erstens wurden sie tausendfach erprobt und immer wieder für gut befunden. Zweitens beherrschen die meisten ihre Regeln – und das macht es leicht, miteinander zu spielen. Trotzdem lohnt es sich, auch spielerisch Neuland zu erobern und neue Spiele zu testen. Empfehlungen von Freunden sind meist ein guter Anhaltspunkt. Grundsätzlich sollte man immer die kleinen und großen Spieler selbst vor Augen haben, wenn man ein neues Gesellschaftsspiel kauft. Außerdem sind die gewünschte Anzahl der Spieler und die Spieldauer wichtige Auswahlkriterien.
Spiele für unterwegs – Damit es im Auto nicht langweilig wird
(dtd). Mit Fragen wie “Wann sind wir endlich da?” oder “Wie lange noch?” stellen Kinder ihre Eltern auf langen Autofahrten gern vor große Herausforderungen. Kluge Eltern sorgen vor und legen sich spezielle Spiele zu, die unterwegs für Kurzweil sorgen. Doch welche Voraussetzungen müssen Spiele für unterwegs erfüllen, die wirklich Spaß machen und kleine Kinder – zum Beispiel auf einer längeren Reise – nicht etwa zusätzlich frustrieren? Als Expertin für die kreative Beschäftigung von Kindern ab drei Jahren betont Dorit Paneutz von der ministeck creativ GmbH, dass Spiele für Reisen spannend und kreativ sein sollten, sodass die Fantasie der Kinder angeregt wird.
Doch wie sollten die Spiele ausgestaltet sein, damit sie wirklich als “für unterwegs geeignet” gelten können? “Für unterwegs sollten Spiele unkompliziert in der Verpackung sein, damit gerade bei der Autofahrt schnell damit gespielt und das Spiel auch schnell wieder verpackt werden kann. Unsere Spielekoffer haben wir extra zu diesem Zweck entwickelt. Hier kann etwas gestaltet, aber auch schnell wieder verpackt werden, ohne das gesteckte Bild wieder zu zerstören.” Unsicherheit besteht bei Eltern auch oft darüber, ob sie ihrem Kind im Auto oder im Flugzeug Lernspiele geben sollten oder ob sie es besser nur unterhalten sollten, weil Stress sonst vorprogrammiert ist? Expertin Dorit Paneutz hat darauf eine eindeutige Antwort: “Ich finde kreative Spiele besser, denn der Lerneffekt ist sowieso dabei.”
Alles Öko? – Spiele, die den Fokus auf Nachhaltigkeit legen
(dtd). Kinder sind in besonderem Maße darauf angewiesen, dass unsere Umwelt möglichst lange intakt bleibt. Deshalb ist es auch kein Wunder, wenn Eltern beim Spielzeug gern auf Nachhaltigkeit achten möchten. Ein wichtiger Punkt ist die Haltbarkeit der Spiele. Sich für eine bessere Qualität zu entscheiden, zahlt sich meist dadurch aus, dass das Spiel länger hält. Erstens haben die Kinder so länger etwas von ihrem neuen Spiel. Und zweitens können, wenn das Kind für das Spiel zu alt geworden ist, andere Kinder sich mit dem Spiel vergnügen. Für die Natur ist es natürlich gut, wenn die Spiele aus nachhaltigen und vollkommen abbaubaren Materialien hergestellt wurden. Wie bei allen anderen Produkten sollten Holz und Papier aus nachhaltigen Forsten kommen. Außerdem sollten nur umweltgerechte Produktionsmaterialien, Lacke und Farben zum Einsatz kommen. Aber auch die Spielidee kann so ausgewählt werden, dass sie in ein nachhaltiges Erziehungskonzept passt. Ein Beispiel ist das Spiel vom kleinen Bären, der sich im Wald verirrt. Es stammt aus der “Ö+Koo”-Reihe von Amigo. Alle Spieler machen sich gemeinsam auf die Suche nach ihm. So kann keiner verlieren: Ist der Bär gefunden, haben alle gewonnen.
Früh übt sich – Spiele für die Kleinsten
(dtd). Besondere Ansprüche an Gesellschaftsspiele stellen kleine Kinder. Sie brauchen nicht nur besonders haltbare und unempfindliche Spiele, sondern auch besonders einfache Regeln, die sie schnell und sicher verstehen. Wichtig ist auch, dass das Spiel zum Kind und seinen Wünschen passt. Möchte man ein lebhaftes Kind mit großem Bewegungsdrang animieren, ein Gesellschaftsspiel zu spielen, dann schaut man sich einfach nach einem Spiel um, bei dem das Kind nicht die ganze Zeit still sitzen muss. Gut ist es auch, wenn das Kind vertraute Situationen – wie etwa das Einkaufen – spielerisch einüben kann. Selbstverständlich sollten die einzelnen Bestandteile des Spieles so groß sein, dass sie nicht heruntergeschluckt werden können, und aus vollkommen unbedenklichen Materialien hergestellt worden sein.
Bei Kinderspielen gelten jedoch noch weitere Kriterien als wichtige Faktoren des Spielspaßes: So darf die Spieldauer für ungeduldige Zwerge nicht zu lang sein. Ihre Geduld darf einerseits nicht überfordert werden. Andererseits sollten auch Kinder allmählich an längere Spielzeiten gewohnt werden, damit auch für sie die Auswahl der infrage kommenden Spiele nach und nach größer wird. Außerdem müssen die Materialien besonders widerstandsfähig sein und dürfen auf keinen Fall die Gesundheit der Kids gefährden. Wichtig ist auch, dass man Ersatzteile nachkaufen kann.
Was spielen Teens? – Aktuelle Studie in Vorbereitung
(dtd). Wer Jugendliche und ihr Spielverhalten beobachtet, wird vermutlich an Rollenspielen und an Spielen mit viel Bewegung kaum vorbei kommen – zumindest liegt diese Vermutung nahe. Ob sie auch wirklich stimmt, wird die Studie Toys4Teens an den Tag bringen, die das Konsum- und Spielverhalten der Jugendlichen analysieren soll. Die Spielwarenmesse eG hat bereits das Marktforschungsunternehmen iconkids & youth mit der Erstellung der Studie beauftragt und präsentiert deren Ergebnisse im Rahmen der Spielwarenmesse Nürnberg vom 1. bis 6. Februar 2012. Dass Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren zwar selbst wenig Geld verdienen, aber ihre Konsumbedürfnisse vielfach mit den finanziellen Mitteln ihrer Familie befriedigen, ist den meisten Eltern nur zu gut bekannt: Teens sind deshalb durchaus kaufkräftig und für die Spielwarenhändler eine sehr interessante Zielgruppe. Die Studie soll dazu beitragen, die Wünsche der Teens und angebotenen Produkte besser aufeinander abzustimmen.
Wie findet man hochwertige Brettspiele? – Gütesiegel und andere Qualitätskriterien(dtd). Wer beim Spielen Spaß haben möchte, der sollte vor allem auf die Idee achten, auf der das Spiel basiert. Außerdem sind die Spielregeln wichtig. Sie sollten klar beschrieben und leicht verständlich sein. Auch die Qualität des Materials spielt eine große Rolle. Denn nichts ist beim Spielen ärgerlicher, als wenn plötzlich die Figuren kaputt sind oder die Oberfläche des Spielbretts langsam aber sicher den Spielplan nicht mehr erkennen lässt. All diese Faktoren machen gemeinsam die Qualität eines Gesellschaftsspiels aus.
Im Bereich Spielzeug sind Auszeichnungen wie das Gütesiegel für Sicherheit, kurz GS, wichtig, das vom TÜV und anderen unabhängigen Prüfstellen vergeben wird, wenn ein Spielzeug die gesetzlichen Vorgaben erfüllt. Speziell im Bereich der Gesellschaftsspiele ist die Prämierung als “Spiel des Jahres” eine sehr anerkannte Auszeichnung, die inzwischen auch für das “Kinderspiel des Jahres” und das “Kennerspiel des Jahres” vergeben wird.
22.12.2011 - Suchwörter: Freizeit, Messen, Nürnberg, Städtetrip